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Projektinhalt

Räume der Religion sind und waren immer besondere Räume. Sie sind auch kulturelles Kapitalund viele gehören zu einer europäischen „Erinnerungskultur” – als Zeugnisse für Entwicklungen, die unsere gemeinsame Geschichte und Identität in Europa prägen. So bestimmen das Projekt Themen wie Völkerverständigung, die Suche nach Sinn in der modernen Welt, die Erneuerung religiösen Denkens zu verschiedenen Zeiten, das Verhältnis der Religionen zueinander, das Schicksal von Minderheiten, Migration, Flucht und Vertreibung – mit entsprechenden Erinnerungsorten. Hierzu entwickeln die Projektpartner spezielle Bildungsangebote.

Projektpartner

  • Otto Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau (OBAK) ist koordinierende Einrichtung und war Antragsteller. Zum Projektteam gehören Immo Wittig, Pfarrer em. Dr. Hans-Jürgen Kutzner, Pfarrer em. Dr. Lorenz Wilkens (beide Theologen und Religionswissenschaftler), Göran Vöpel, Christina Rudert (Fokolarbewegung e.V.) und von der Kath. Akademie Berlin Konstantin Manthey.
  • dt. Partner ist das Diakonie-Dorf Herzogsägmühle in Oberbayern – mit Bartning-Notkirche als ein Erinnerungsort der Völkerverständigung. Gerade ihr besonderes Potential für den entstehenden „Lernort Sozialdorf Herzogsägmühle” soll im Projekt erschlossen werden.
  • „Sacraal ruimten als Europese herinneringsplekken” heißt das Projekt auf Niederländisch – 1. Partner hier ist Kerk in Den Haag: Ein Forum für Spiritualität, Kultur und Gesellschaft (Kirchenzeitung und Internetportal), unabhängig, ökumenisch, intermedial und dialog-/basisorientiert.
  • NL-Partner ist die kath. Stiftung DEZINNEN: Netzwerk für Spiritualität, geistliche Inspiration und Dialog unter der Leitung des Theologen Theo Wierema, mit vielfältigen Angeboten in den Bereichen Theologie, Religion, Kultur, Politik, Philosophie und Sinngebung – zeitgemäß, erfahrungsbezogen und für alle Menschen, unabhängig von ihrer Religion.
  • TU Liberec (Tschechien) mit PhDr. Milan Swoboda (Kulturwissenschaftler Fakultät für Geisteswissenschaften und Pädagogik, Abteilung für Geschichte) und PhDr. Jan Mohr (Kunsthistoriker und Kurator). Entwickelt wird ein Bildungsangebot speziell für Multiplikatoren der Region (Projekttitel: „Sakrální prostory jako místa evropské paměti”).
  • BORUSSIA in Olsztyn (dt. Allenstein), Stiftung und Kulturgemeinschaft in Polen für das Ermland und Masuren im Lichte ihrer preußischen Vergangenheit, ausgezeichnet mit dem Lew Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte – mit dem Mendelsohn-Haus (ehem. jüdische Bet Tahara): Gedenkort und internationales Zentrum für interkulturellen Dialog (Projekttitel: „Przestrzenie sakralne jako europejskie miejsca pamięci”).
  • In Rumänien repräsentiert das Begegnungs- und Kulturzentrum TeutschHaus die (wenig bekannte) alteingesessene deutschsprachige protestantische Minderheit der Siebenbürger Sachsen rund um Sibiu|Hermannstadt (wie ihr Name ist die Stadt offiziell zweisprachig) – ein gutes Beispiel, wie bunt das „Gemeinsame Haus Europa” ist! Geschichtszeugnis dafür sind die Kirchenburgen in Siebenbürgen und die barocke Stadtpfarrkirche (Projekttitel: „Spaţii sacrale ca locuri memoriale Europene”).
  • Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde in Sudargas (Sudargo evangeliku liuteronu parapija), einem 100-Seelen-Dorf an der Memel in Litauen nah dem russischen Kaliningrad. Mit dem, was sich in dieser Gegend an europäischer Geschichte konzentriert, und der nach Sudargas umgesetzten Notkirche von Otto Bartning, ist dies ein wirklich „Europäischer Erinnerungsort”, was im Projekt (auf Litauisch „Sakralinės erdvės kaip europietiškos atminties būtovės”) vor allem Kindern vermittelt werden soll.
  • Kulturzentrum bei den Minoriten in Graz in der Steiermark (Österreich) unter Leitung von Dr. Johannes Rauchenberger: International renommiertes Museum für zeitgenössische Kunst und prominenter Ort des Diskurses für Gegenwartsfragen und Religion mit Fokus auf Spiritualität und existenzielle Fragen von Menschen.
  • In Italien die Sprachschule LINGUISTICA mit dem Club Italiano Dante Alighieri (CLIDANTE) in Rom. Das Besondere hier ist die Kombination von Sprachkursen mit kultureller Bildung, z. B. als Vorbereitung für Ausländer auf ein Studium (Projekttitel: „Spazi sacri come luoghi europei di memoria”).

 

 

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